Systemische Aufstellungen nach der KognIS Methode

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Was ist Familienstellen/ Systemstellen?

Bei einer Aufstellung werden Personen vom Klienten stellvertretend für Mitglieder des Systems konstellativ angeordnet.
So werden Realitäten und der Ist-Zustand von prägenden Mustern, Verstrickungen, Glaubenssätzen und Ordnungen sichtbar.

Durch unsere jahrelange Erfahrung ist es uns gelungen, eine Methode zu entwickeln, die sich nicht nur auf das Stellen mit “echten” Stellvertreter*innen beschränkt, sondern ebenfalls Alltagsgegenstände, Figuren, Bodenanker oder beschriebene Zettel miteinbezieht. Dadurch werden die Möglichkeiten des Systemstellens unendlich vielfältig und extrem gut in jedes mögliche Setting integrierbar – sei es im Coaching, in der Therapie, mit Freunden, oder während eines Meetings in der Firma. 

Außerdem war es uns ein Anliegen, das «klassische Systemstellen» um wichtige Komponenten zu erweitern. Während heute in der klassischen Aufstellungsarbeit meistens von konservativen Systemen wie «Mama, Papa, Kind» und «Mann-Frau-Dynamiken» ausgegangen wird, gehen wir einige Schritte weiter. So lösen wir uns von stigmatisierenden Rollenbildern, gesellschaftlichen Dogmen und klassischen Geschlechteraufteilungen.

Systemische Aufstellungen eröffnen eine klarere Sicht auf die aktuelle Situation. Möglichkeiten und Lösungen werden deutlicher, denn schon das äußere Bild der Aufstellung gibt spannende Einblicke in die Dynamik des Systems und den Beziehungen zueinander.

Die KognIS Methode

In der jahrelangen Arbeit mit Menschen beim Systemischen Stellen (& Familienstellen), in Therapie und Coaching sehen wir die Untrennbarkeit von Intuition und Kognition, wenn Menschen sich in ihren Systemen bewegen.

Konflikte in Systemen entstehen aus der unterschiedlichen Art, wie Emotionen wirken und Menschen denken und agieren. Kognitive Menschen verdrängen sehr oft ihre Intuition; Menschen, die sehr auf ihre Intuition vertrauen, vernachlässigen manchmal ihr kognitives Denken und Handeln. Jedem Handeln liegt zunächst eine Emotion zugrunde.

Im KognIS-Systemstellen erkennen wir die Untrennbarkeit der Intuition-Kognition an:

Die kognitiv-intuitive Intelligenz entwickelt sich, wenn die Dualität von Intuition und Kognition bewusst wahrgenommen und angenommen wird – und dann in bewussten Gedankenzyklen gute Entscheidungen geformt werden.

Die bewusste Nutzung der Intuitionslogik in Entscheidungsprozessen erweitert unsere menschliche Intelligenz und führt zu natürlicher Selbstorganisation und Selbstverantwortung.

Mit diesem ganzheitlichen Verständnis lassen sich Beziehungssysteme und individuelles menschliches Handeln besser verstehen. Bei Systemischen Aufstellungen hilft die Wertschätzung beider Anteile, Verstrickungen zu verdeutlichen – und zu lösen.

Die Beteiligten eines Systems werden befähigt, ihre Kompetenzen lösungsorientiert einzubringen und alle Beteiligten können erleben, wie ein positiver, dynamischer und wertvoller Prozess entsteht.

Die Geschichte des System-/ Familienstellens

In den 50 Jahren kamen einige bekannte Therapeuten zur Systemischen-, bzw. Familientherapie, indem sie erkannten, dass bestimmte Problematiken nicht automatisch als Ausdruck eines innerseelischen Konfliktes zu bewerten sind, sondern eine passende Reaktion für strukturelle Probleme sein können.

Hier veränderte sich der therapeutische Blick von der alleinigen Arbeit mit dem Individuum zum miteinbeziehen der Systeme, in denen sich der/die Patient*in sich bewegt.

Bekannte Vorreiter waren zum Beispiel Paul Watzlawick, Virginia Satir, Horst-Eberhard Richter, Gregory Bateson und viele mehr.

Der therapeutische Blick erweiterte sich vom Individuum auf die Beziehung, die Zweierbeziehung, die Familie und größere Bezugssysteme. In den USA waren u. a. Gregory Bateson, Paul Watzlawick, Virginia Satir und Salvador Minuchin Wegbereiter, in Deutschland Horst-Eberhard Richter und Helm Stierlin und in Italien Mara Selvini Palazolli.

Ausgehend davon entwickelten sich dann die Familienaufstellung, Organisationsaufstellung, Paaraufstellung und weitere Strukturaufstellungen.

In den 1990er Jahren entwickelte Bert Hellinger die klassische Familienaufstellung.

Eine neuere Form der Aufstellung, die in den letzten Jahren in Unternehmen populärer wird, ist die Organisationsaufstellung. Dabei geht es um berufliche Fragen wie zum Beispiel Mobbing, Konflikte in der Arbeitsgruppe oder Schwierigkeiten im Unternehmen. Bei dieser Art der Aufstellung lassen sich Dynamiken in beruflichen Systemen sichtbar machen, aus denen sich dann Hilfestellungen bei beruflichen Entscheidungen oder Lösungen für problematische Konstellationen entwickeln lassen.

Familienstellen / Systemische Aufstellung ist eine Methode, die Gesundheit und Krankheit, sowie die insgesamte Lebensqualität von Menschen im Zusammenhang mit ihren relevanten Beziehungen und Lebenskonzepten sieht.

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